Bayerinas: Münchens Ballerinas aus lokalem Tuch

Beyond Business Story von Mercé Gay de Cabanyes aus München

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Es ist für viele Modelabel extrem wichtig mit erstklassigen Materialien zu arbeiten. Dafür reisen viele Designer um die halbe Welt um dann Ihre Kollektionen mit diesen Rohstoffen zum Leben zu erwecken. Bayerinas verfolgt einen anderen Weg.

Ich wollte ganz genau wissen wo meine Stoffe herkommen; es mussten lokale Stoffe sein für Münchens Ballerinas. Es sollten ja auch nicht einfach hübsche Schuhe entstehen. Bayerinas ist eine Marke mit einem Mehrwert und diesem Versprechen bleibt sie treu. Es fällt den Menschen auch leicht Bayerinas zu verstehen; die Produkte strahlen diese eine Idee aus und darauf baut die Marke auf.

Nachhaltigkeit bedeutet für Bayerinas in erster Linie, den Menschen einen tiefen Einblick in die Lieferkette zu geben; das ist sozusagen die Marke.
Die Stoffe kommen alle aus dem Münchner Umland, Bayern und der Alpenregion. Ich habe mich damals auch auf die Suche nach den richtigen Rohstoffen machen müssen und lokale Webereien, Färbereien und Druckereien besucht. Was hier ganz wichtig war, ich habe die Menschen dieser Produktionsstätten kennengelernt.
Diese Begegnungen und Reisen waren sehr inspirierend und haben mir geholfen auf der Zielgeraden bzw. in der Entwicklungsphase nicht den Mut zu verlieren; denn es lief natürlich nicht immer nach Plan, aber mit viel Geduld und Unterstützung wurde es dann doch geschafft. Seit damals verstehe ich den Faktor Zeit als einen kostbaren Mehrwert. Ich habe gesehen, welche Rohstoffe, Geschichten und Hände unser Schaffen beeinflussen und erkannt, welche Werte ofmals verborgen bleiben.

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Die Ansprüche an das eigene Unternehmen sind sehr hoch. Erstmalig wird man wirklich ernsthaft mit Fragen zur eigenen Haltung konfrontiert und gleichzeitig hat man die Gelegenheit etwas nach der eigenen Vorstellung aufzubauen. Es stellt sich dann doch schnell heraus, dass es sich hier um ein langfristig angelegtes Projekt handelt und ebenso ist ein entsprechend langfristiges Denken notwendig.
Einen konkreten Aha-Moment gab es nicht, aber München ist eine Stadt die nicht schnelllebig ist und das Konzept Bayerinas fügte sich hier sehr gut ein.

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Ich habe es oben schon angedeutet; denkt langfristig. Einen schnellen Weg oder eine Überholspur gibt es nicht. Baut daher etwas auf was euch Freude bereitet.
Wer nachhaltig gründen möchte benötigt Zeit und auch finanzielle Mittel, daher ist es wichtig sich nicht in Abhängigkeiten zu stürzen. Mietet kein teures Atelier, sondern arbeitet mit dem was Ihr habt. Baut euch ein Team auf und sucht Hilfe bei Freunden, die auch mal einspringen wenn es eng wird. Wenn Ihr Familie habt, dann muss die eben auch mitmachen, denn auch wenn es logistisch nicht einfacher wird, vier, sechs oder acht Hände schaffen einfach mehr.

München ist eine Stadt mit vielen Möglichkeiten. Die Menschen schätzen Qualität, experimentieren allerdings nur bedingt. Wer in München gründet kann nicht einfach einen online-shop aufmachen und hoffen, dass gerade die Münchner dort ein und aus gehen. Ich hatte mich im ersten Jahr bewusst gegen den Onlinehandel entschlossen. Mein Ziel war es, mir das Vertrauen der Boutiquen zu verdienen, auch um Erfahrungen austauschen zu können; es ist ja nach wie vor ein Lernprozess. Das bekannte Motto ‘Kauf lokal’ ist mir ebenfalls wichtig. Die ersten Schritte online habe ich dann mit der Münchner Plattform ‘theweareness.com’ gemacht, welche auch von Schwabing aus operiert. Eine Partnerin konnte ich so dann auch noch gewinnen.

Ein eigener Online-shop wird erst kommendes Frühjahr eröffnet, einfach weil ich mir mittlerweile auch einen entsprechenden Lagerbestand aufgebaut habe und nur auf diesem Weg besonderes Kundenaktionen lenken kann.

Was ich eingangs eigentlich schon erwähnen wollte war, wer online verkaufen will muss sich den Lagerbestand selbst vorfinanzieren; wer über den Einzelhandel verkaufen will kann nach Bestellung Ware produzieren lassen, was bei der Finanzierung eine entscheidende Rolle spielt. Hat natürlich alles dann wieder einen Einfluss auf den Preis der Waren. Ich möchte hier jetzt aber nicht weiter über Kosten oder einfach Zahlen sprechen. Viel wichtiger ist es, diese schöne Energie, die nur eigene Projekte besonders in der Anfangsphase haben, zu nutzen und loszulegen. Dieses Momentum kann schnell wieder verfliegen. Erste kleine Schritte können sein; Marke registrieren, Web-Account anlegen, Visitenkarten, … legt einfach los.

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Mercé Gay de Cabanyes >>> info@bayerinas.de
Webseite Bayerinas